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  Zuletzt aktualisiert:
  29.12.2003
 
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Willkürliche Festnahme durch US-Agenten
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Im Sudan Freigelassen
Fünf Männer, die im Juni 2003 in Malawi festgenommen wurden, sind im Sudan freigelassen worden. Die Fünf waren am 22. Juni festgenommen und zwei Tage später insgeheim außer Landes gebracht worden. Wie es heißt, brachte man sie nach Harare in Simbabwe, wo sie nahezu einen Monat lang festgehalten wurden. Dann verlegte man sie in den Sudan, wo sie auf freien Fuß gesetzt wurden, nachdem festgestellt worden war, daß keine Beweise für Verbindungen der Männer zu al-Qaida vorlagen. Bei den Festgenommenen handelte es sich um Ibrahim Habaci (einem türkischen Staatsbürger), Arif Ulusam (ebenfalls türkischer Staatsbürger), Faha al Bahli (saudi-arabischer Staatsbürger), Mahmud Sardar Issa (sudanesischer Staatsbürger) und Khalifa Abdi Hassan (kenianischer Staatsbürger).

Beteiligung des US-Geheimdienstes
Der scheidende US-Botschafter in Malawi hat Berichten zufolge die Beteiligung von US- Agenten an der Festnahme und der Verbringung der fünf Männer bestritten. Dies widerspricht den amnesty international vorliegenden schriftlichen Aussagen eines malawischen Regierungsvertreters vom 26. Juni 2003, wonach die Festnahmen von Angehörigen des malawischen Geheimdienstes (National Intelligence Bureau) gemeinsam mit US-Agenten ( offenbar Angehörige des US-Geheimdienstes "Central Intelligence Agency" - CIA )vorgenommen wurden. Nach seinen Aussagen hatten die US-Vertreter die Kontrolle über den Einsatz, und die fünf Männer wurden anschließend von den US-Behörden in einem gecharterten Flugzeug aus Malawi ausgeflogen, obwohl die Männer in Malawi vor Gericht erscheinen sollten.

Reaktionen der Malawischen Regierung
Im Juli dieses Jahres erklärte der malawische Staatspräsident Bakili Muluzi, daß seine Regierung mit US-Vertretern im Rahmen der Verpflichtungen beim "Krieg gegen den Terrorismus" zusammengearbeitet habe. Nach der Freilassung der fünf Männer im Sudan soll Präsident Muluzi ein Gespräch mit den Ehefrauen von zwei der fünf Männer geführt haben. In einem Interview erklärten die Frauen anschließend, daß er sich bei ihnen für das ihren Männern zugefügte Leid entschuldigt und die US-Behörden dafür verantwortlich gemacht habe. Ein malawischer Rundfunkjournalist wurde wegen der Ausstrahlung der Interviews später wegen "Ehrverletzung des Präsidenten" entlassen.

Gegenwärtige Situation der Männer
amnesty international liegen keine weiteren Informationen über die gegenwärtige Lage der fünf Männer und ihren Gesundheitszustand vor. Unklar ist auch, welchen Haftbedingungen sie ausgesetzt gewesen waren und in wessen Obhut sie jeweils gefangengehalten wurden.

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