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Malawischem Paar könnte weitere Verfolgung drohen
- Pressemeldung vom 02.06.2010 -

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Steven Monjeza und
Tiwonge Chimbalanga
wurden am 29.Mai 2010
aus dem Gefängnis entlassen
© AP GraphicsBank
Malawischem Paar könnte weitere Verfolgung drohen

London - 02.Juni 2010 - Amnesty International befürchtet, dass einem Malawisches Paar, das nach ihrer Verurteilung wegen "grober Unzucht" und "unnatürlichen Verhaltens" vom Präsidenten begnadigt wurde, weitere Verfolgung drohen könnte, solange das Gesetz nicht geändert wird.

Steven Monjeza und Tiwonge Chimbalanga wurden am 29. Mai 2010 aus dem Gefängnis entlassen, nachdemsie Präsident Bingu wa Mutharika aus humanitären Gründen begnadigte.

Die Begnadigung durch den Präsidenten erfolgte nach einem Treffen zwischen dem Präsidenten und UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, der Malawi besuchte. Amnesty International adoptierte das Paar im Januar als politische Gefangene und hat sich für ihre sofortige und bedingungslose Freilassung eingesetzt.

"Wir freuen uns, dass das Paar begnadigt wurde. Wir sind aber weiterhin in Sorge, dass Steven und Tiwonge weiterhin von Haft und Verfolgung bedroht sind, wenn sie ihre Beziehung fortsetzen, da sich die Begnadigung des Präsidenten nur auf die Taten bezieht, derer sie verurteilt wurden." sagte Michelle Kagari, Direktor des Amnesty International Afrika-Programms.

Steven Monjeza und Tiwonge Chimbalanga wurden am 28. Dezember 2009 von der Polizei in Blantyre verhaftet, zwei Tage nach ihrer Verlobungsfeier in Chirimba Township, im Süden der Stadt.

Das Paar berichtete, dass sie von der Polizei geschlagen wurden, während sie im Polizeigewahrsam waren und höhnischen Buhrufen und während ihrer Verhandlung ausgesetzt waren.

Bei der Strafzumessung sagte Magistrat Nyakwawa Usiwa-Usiwa, er verkünde "ein abschreckendes Urteil ,damit die Öffentlichkeit von anderen, die versuchen, ihrem schrecklichen Beispiel nacheifern, geschützt wird."

Die Kriminalisierung von Einzelpersonen auf der Grundlage ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität ist durch Verträge verboten, die von Malawi ratifiziert sind, einschließlich des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte und der Afrikanischen Charta der Menschenrechte und Rechte der Völker.

"Malawi muss ihren Verpflichtungen aus den internationalen Menschenrechtsnormen nachkommen", sagte Michelle Kagari. "Die Behörden sind rechtlich durch diese Verträge verpflichtet die Freiheit des Gewissens, die Meinungsfreiheit und das Recht auf Privatsphäre, ohne Diskriminierung auf Grund der tatsächlichen oder vermeintlichen sexuellen Orientierung oder geschlechtlicher Identität zu respektieren und zu schützen. "

Amnesty International fordert von den malawischen Behörden wirksame Schritte zu unternehmen, um Gewalttaten und Diskriminierung zu verhindern und Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um das Sicherheit von Steven Monjeza und Tiwonge Chimbalanga zu gewährleisten.

Unautthorisierte Übersetzung der Malawi-Koordinationsgruppe.
Verbindlich ist das [Englische Original].

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