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Wegen "grober Unzucht" verurteiltes Paar muß freigelassen werden.
- Pressemeldung vom 18.05.2010 -

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Steven Monjeza und
Tiwonge Chimbalanga
© AP GraphicsBank
Wegen "grober Unzucht" verurteiltes Paar muß freigelassen werden.

London - 18. Mai 2010 - Amnesty International hat die malawischen Behörden aufgefordert, ein Paar, daß am Dienstag wegen "grober Unzucht" und "unnatürlicher Handlungen" verurteilt wurde, unverzüglich und bedingungslos freizulassen.

Steven Monjeza und Tiwonge Chimbalanga wurden von der Polizei am 28. Dezember 2009 in Blantyre verhaftet, zwei Tage nach ihrer Verlobungsfeier in der südlichen Vorstadtgemeinde Chirimba.. Beide haben die Vorwürfe bestritten. Ihr Urteil wird am Donnerstag erwartet. Ihnen drohen bis zu 14 Jahren Gefängnis.

"Eine Beziehung zu haben, sollte kein Verbrechen sein. Niemand sollte verhaftet werden, und ausschließlich auf Grundlage seiner tatsächlichen oder vermeintlichen sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität festgehalten werden", sagte Michelle Kagari, Deputy-Afrika-Direktor von Amnesty International.

"Ihre Menschenrechte, das Rechte auf Freiheit vor Diskriminierung, die Gewissens- und Meinungsfreihet und das Recht auf Privatsphäre wurden eklatant verletzt."

Die Angeklagten wurden Berichten zufolge von der Polizei geschlagen, während sie im Polizeigewahrsam waren und Tiwonge Chimbalanga wurde einer gewaltsamen analen Untersuchungen unterzogen, um festzustellen, ob das Paar ihre Beziehung "vollzogen" hatte.

Eine solche Untersuchung, wenn sie ohne Einwilligung durchgeführt wird, verstößt gegen das absolute Verbot von Folter und anderer grausamer, unmenschlicher und erniedrigender Behandlung. Ein faires Verfahren würde einen solchen Beweise als unzulässig ausschließen.

"Die Verurteilung dieses Paares ist ein Rückschritt für Malawi. Steven Monjeza und Tiwonge Chimbalanga habe nichts Unrechtes getan und sollten unverzüglich freigelassen werden", sagte Michelle Kagari.

Amnesty International hat die Männer zu Gefangenen aus Gewissensgründen erklärt und hat wiederholt ihre sofortige und bedingungslose Freilassung gefordert.

Die Kriminalisierung von Personen auf der Grundlage ihrer tatsächlichen oder vermeintlichen sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität ist durch Verträge verboten, die Malawi ratifiziert hat, einschließlich des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte und der Afrikanischen Charta der Menschenrechte

Malawi ist durch diese Verträge rechtlich gebunden, die Gewissens- und Meinungsfreiheit und das Recht auf Privatsphäre zu achten und zu schützen, ohne Diskriminierung auf Grund der tatsächlichen oder vermeintlichen sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität.

Unautthorisierte Übersetzung der Malawi-Koordinationsgruppe.
Verbindlich ist das [Englische Original].

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