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Malawi muss Männer freilassen, die wegen "unnatürlicher Praktiken" angeklagt sind / Pressemeldung vom 07.01.2010

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Steven Monjeza und
Tiwonge Chimbalanga
© AP GraphicsBank
Malawi muss Männer freilassen, die wegen "unnatürlicher Praktiken" angeklagt sind.

London - 07. Januar 2010 - Der Malawischen Behörden müssen unverzüglich und bedingungslos zwei malawischen Männer freilassen, die letzten Monat verhaftet wurden, nachdem sie eine "traditionelle Verlobungsfeier" gefeiert hatten, sagte Amnesty International.

Steven Monjeza und Tiwonge Chimbalanga sind wegen "unnatürlichen Praktiken zwischen Männern und grober öffentlicher Unanständigkeit" angeklagt.

Sie wurden am 28. Dezember verhaftet, zwei Tage nach der Feier in Blantyre's Vorstadtgemeinde Chirimba. Sie wurden Berichten zufolge von der Polizei während der Haft geschlagen.

Beide Männer erschienen am Montag vor Gericht und wurden bis zum 11. Januar in Untersuchungshaft genommen. Sie werden derzeit im Chichiri-Gefängnis festgehalten.

"Die Verhaftung der beiden Männer ausschließlich wegen ihrer tatsächlichen oder vermeintlichen sexuellen Orientierung, ist eine Diskriminierung und es ist ein Verstoß gegen ihr Recht auf Meinungs- und Gewissensfreiheit, und ihrer Privatsphäre", sagte Simeon Mawanza, der Researcher von Amnesty International für Malawi.

Gesetze, die Homosexualität und der geschlechtlichen Identität kriminalisieren, kriminalisieren die legitime Ausübung dieser Menschenrechte, die von Verträgen geschützt sind, die Malawi ratifiziert hat, darunter der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte und die Afrikanische Charta der Menschenrechte.

Durch diese Verträgen ist Malawi rechtlich verpflichtet zur Achtung und zum Schutz des Rechts auf Gewissens- und Meinungsfreiheit und das Recht auf Privatsphäre, ohne Diskriminierung aus Gründen (neben anderem) der sexuellen Orientierung.

Amnesty International betrachtet Privatpersonen, die ausschließlich wegen ihre einvernehmlichen, privaten, sexuellen Beziehungen inhaftiert sind, als gewaltlose politische Gefangene und fordert ihre sofortige und bedingungslose Freilassung.

Die Organisation kritisierte auch Versuche der malawischen Behörden am Montag, die beiden Männern gewaltsamen, analen, ärztlichen Untersuchungen zu unterziehen, um festzustellen, ob sie Sex hatten, so dass sie wegen Sodomie angeklagt werden könnten.

"Solche gewaltsamen Untersuchungen der Männer ohne derenZustimmung verstossen gegen das absolute Verbot von Folter und anderer grausamer, unmenschlicher und erniedrigender Behandlung oder Strafe", sagte Simeon Mawanza.

""Eine solche Untersuchung um zu "beweisen", ob sie sie eine sexuelle Beziehungen mit anderen Männern hatten, ist ungeeignet, die Vorwürfe gegen die Männer bestätigen - Vorwürfe, die überhaupt nicht unter Strafe gestellt werden sollten."

Amnesty International warnte auch, dass die Festnahme von Steven Monjeza und Tiwonge Chimbalanga, die Gefahr birgt, dass Männer, die in Malawi Sex mit Männern haben wollen, in den Untergrund gehen und so der Zugang zu Informationen über HIV-Prävention und zum Gesundheitswesen schwieriger wird.

"Junge MännerUbrauchen die Unterstützung ihrer Gemeinschaft und der Regierung, und nicht die Inhaftierung wegen ihrer sexuellen Orientierung. Sie sollten bedingungslos freigelassen werden und dabei unterstützt werden, sich von diesem traumatisierenden Erlebnis zu erholen." sagte Simeon Mawanza.

Unautthorisierte Übersetzung der Malawi-Koordinationsgruppe.
Verbindlich ist das [Englische Original].

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