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  Zuletzt aktualisiert:
  29.12.2003
 
Archiv / Datenbank Malawi
Gefährdung der Pressefreiheit
- September 1998 -

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Übergriffe gegen Journalisten
amnesty international erhält immer wieder Berichte über Übergriffe gegen Journalisten regierungskritischer Zeitschriften.
Am 06.Januar 1998 berichtete die "Daily Times" in einem Artikel über AIDS in der Armee (AIDS and Men in the Military: Case of Malawi and Mozambique). Zwei Wochen später, Am 15. Januar um 5:30 Uhr morgens, überfiel eine Armee-Einheit die Redaktionsräume der Zeitung in Blantyre. Augenzeugen zufolge kamen die 10 Soldaten in einem Militär-Lkw zum Büro der Zeitung. Die mit Gewehren und Bajonetten bewaffneten Soldaten stürmten die Redaktionsräume, bedrohten die fünf anwesenden Journalisten, und zerstörten Computer, Kameras und Videobänder und verlangten die Herausgabe des Artikels.
Einem Schreiben des Pressesprechers von Präsident Muluzi an amnesty international zufolge wurden Ermittlungen eingeleitet. Ergebnisse der Ermittlungen sind amnesty bisher nicht bekannt geworden.
Am 21. August 1998 wurden zwei Journalisten der Wochenzeitschrift "The National Agenda" von vier Personen angegriffen, die vermutlich Verbindungen zur regierenden UDF hatten. Die Journalisten erlitten schwere Verletzungen wie Messerstiche und Schläge. Den Berichten zufolge fragten die Angreifer die Journalisten warum sie die regierende UDF kritisierten und griffen sie an, als sie mit ihren Antworten nicht zufrieden waren.
Am 18. September 1998 wurde der Redakteur der "New Vision" festgenommen, als er sich weigerte seinen Informanten für einen Artikel über Bombenfunde in der Hauptstadt Lilongwe bekanntzugeben. Er wurde in der Polizeihaft so schwer gefoltert, so daß er sich nach der Freilassung in ärztliche Behandlung begeben mußte.
Im selben Monat erhielt ein Reporter der "Daily Times" Morddrohungen als er Fotos einer Hochschul-Abschlußfeier in Zomba aufnahm. Vier Männer bedrohten den Reporter und zerstörten seine Kamera. Einer der Angreifer nannte als Grund für den Angriff, der Reporter schreibe gern dumme Geschichten über den Präsident und die UDF. amnesty international vorliegenden Berichten zufolge, sollen die Angreifer später in einem Fahrzeug des Distrikt Governors gesehen worden sein.


Forderungen von amnesty international
amnesty international fordert eine Aufklärung der Vorwürfe und die Bestrafung der Verantwortlichen.


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