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  Zuletzt aktualisiert:
  28.05.2008
 
Jahresberichte von amnesty international
Jahresbericht 2008
Berichtszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2007

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Bericht 201211100908070605040302019897969594939291908988

Trotz einer außerordentlich guten Maisernte im Jahr 2007 litt das Land weiter unter Armut. Ein Staatshaushalt, der Entwicklung und Armutsbekämpfung fördern sollte, konnte wegen politischer Querelen nicht verabschiedet werden. Die Zahl der HIV-Infektionen und AIDS-Erkrankungen war nach wie vor hoch und führte zu einer steigenden Zahl von Haushalten, in denen Kinder ohne Betreuung lebten. In den Haftanstalten herrschten weiterhin grausame, unmenschliche oder erniedrigende Bedingungen. Das Oberste Gericht befand, dass die zwingend vorgeschriebene Todesstrafe die Verfassung verletzt.

Hintergrundinformationen
Spannungen zwischen den oppositionellen Mehrheitsparteien United Democratic Front und Malawi Congress Party einerseits und der Minderheitenpartei Democratic Progress Party von Präsident Bingu wa Mutharika andererseits erreichten im September ihren Höhepunkt, als das Parlament sich zunächst weigerte, den Haushalt 2007 / 2008 zur Unterstützung entwicklungspolitischer Maßnahmen zu prüfen. Aufgrund des öffentlichen Drucks war das Parlament schließlich doch gezwungen, die Prüfung des Haushalts vorzunehmen. Am 13. September löste Präsident Bingu wa Mutharika nach der Verabschiedung des Haushalts das Parlament bis zum Mai 2008 auf.

Vizepräsident Cassim Chilumpha, der im April 2006 wegen Landesverrats festgenommen worden war, stand auch im gesamten Berichtsjahr unter Hausarrest. In der ersten Dezemberwoche verfügte ein Gericht jedoch seine Freilassung gegen Kaution.

Trotz des gesetzlichen Verbots von Kinderarbeit sollen sogar zehnjährige Kinder Berichten zufolge auf Tabakplantagen gearbeitet haben.


Amtliche Bezeichnung:
Republik Malawi

Todesstrafe:
in der Praxis abgeschafft

Einwohner:
13,5 Million

Lebenserwartung:
46,3 Jahre

Kindersterblichkeit (m/w)
172/162 pro 1000 Lebendgeburten

Alphabetisierungs- rate
64.1 Prozent

Todesstrafe
Am 27. April wurde die zwingend vorgeschriebene Todesstrafe vom Obersten Gericht für verfassungswidrig erklärt. Das Gericht befand, dass die Todesstrafe eine unmenschliche Strafe darstelle. Über 23 Gefangene war im Berichtsjahr ein Todesurteil verhängt worden. Die letzte Hinrichtung in Malawi fand 1992 statt.

Haftbedingungen
Die Probleme Überbelegung, unzureichende Ernährung und mangelnde medizinische Versorgung bestanden in den Gefängnissen fort. In einigen Gefängnissen, die für 5000 Insassen gebaut waren, waren fast 11 000 Personen inhaftiert. Bei 17 Prozent der Insassen handelte es sich um Untersuchungshäftlinge. Im Jahr 2007 wurden annähernd 110 Todesfälle von Gefängnisinsassen gemeldet. Die Menschenrechtsorganisation Southern African Litigation Centre ersuchte die Afrikanische Kommission für Menschenrechte und Rechte der Völker, eine Untersuchungsmission nach Malawi zu entsenden

HIV and AIDS
14 Prozent der Bevölkerung Malawis leben mit HIV / AIDS. Eine Million Kinder sollen durch Todesfälle im Zusammenhang mit HIV / AIDS zu Waisen geworden sein. Etwa 60 000 Menschen erhielten an den staatlichen Krankenhäusern eine kostenlose antiretrovirale Therapie. Armut und die mit dem Virus verbundene Diskriminierung erschwerten jedoch nach wie vor den Zugang zu medizinischer Behandlung. In der Wachstums- und Entwicklungsstrategie der Regierung hat das Thema AIDS Priorität. Etwa 200 000 mit HIV infizierte oder an AIDS erkrankte Menschen wurden über das UN-Welternährungsprogramm mit Nahrungsmitteln versorgt.



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